Frachtversandleitfaden
Der Versand von Fracht kann komplex sein. Egal, ob Sie erstmals versenden oder nur eine Auffrischung benötigen – dieser Leitfaden führt Sie durch die wichtigen Schritte des Frachtversands und beantwortet Ihre am häufigsten gestellten Fragen.
Dieser Leitfaden behandelt:
Was ist Frachtversand?
Hier ist die einfachste Definition von Fracht: Unter Frachtversand bzw. Frachttransport versteht man die Beförderung von Waren, Gütern und Massengütern von einem Ort zu einem anderen, fast überall auf der Welt. Frachtversandoptionen sind Luft-, See-, Boden- und Schienentransport oder der intermodale Versand, der eine Kombination dieser Modi darstellt.
Fracht vs. Versand kleiner Pakete
Was ist der Unterschied zwischen Paketen und Fracht? Der Unterschied ist einfach das Gewicht. Wenn Ihre Sendung bis zu 150 Pfund wiegt, gilt sie als Paket. Wenn Ihre Sendung mehr als 150 Pfund, aber nicht mehr als 15.000 Pfund wiegt, gilt sie als Fracht. Wenn Sie sich immer noch unsicher sind, beachten Sie Folgendes: Wenn Sie nur ein paar Pakete versenden, ist die traditionelle Paketbeförderung wahrscheinlich ausreichend. Aber wenn Sie eine große Sendung mit einem großen Warenvolumen haben, empfehlen wir den Frachttransport.
Frachtversand ist ideal für eine Vielzahl von Gütern, und es gibt wirklich keine Grenzen dafür, was als Fracht versendet werden kann.
Wie wähle ich den richtigen Transportmodus aus?
Woher wissen Sie bei so vielen Methoden für den Frachtversand, welche für Ihre Situation am besten geeignet ist? Und wie lange dauert der Frachtversand? Auch wenn es andere wichtige Überlegungen gibt, die wir in Kürze besprechen werden, sind die wichtigsten Faktoren für Ihre Entscheidung in der Regel Dringlichkeit und Kosten.
Wenn Ihr Hauptanliegen lautet: „Wie schnell kann ich Fracht befördern lassen“, ist Luftfracht wahrscheinlich der beste Ausgangspunkt. Luftfracht ist die schnellste Option, aber auch die teuerste. Zum Beispiel können wir Ihre Sendung auf dem nächsten angebotenen Flug befördern, so dass sie „baldmöglichst“ oder spätestens nach drei Tagen zugestellt wird.
Wenn Ihr Hauptanliegen lautet: „Wie viel kostet der Frachtversand, ist Seefracht wahrscheinlich die beste Option. Die Seefracht ist zwar die langsamste, aber auch die preisgünstigste Variante – ein wichtiger Aspekt, wenn man Kosten sparen will.
Was sind die anderen Hauptüberlegungen beim Versand von Fracht?
Sendungsart
Die Größe, das Gewicht und die Art Ihrer Waren können sich ebenfalls auf die Auswahl des Versandmodus auswirken. Schwere oder übergroße Güter eignen sich beim internationalen Versand wahrscheinlich am besten für Seefracht und für Straßen- oder Schienenfracht bei Transport im Inland. Temperaturkontrollierte Güter, wie Pharmazeutika und medizinische Produkte, sowie verderbliche Waren, wie Wein, Fleisch oder frisches Obst, erfordern wahrscheinlich eine besondere Verpackung und Handhabung und werden wahrscheinlich am besten per Luftfracht transportiert.
Zuverlässigkeit des Frachtunternehmens
Es ist wichtig, auf einen guten Preis zu achten, aber langfristig ist es eventuell nicht die klügste Entscheidung, den billigsten Spediteur zu wählen. Informieren Sie sich immer über die Zuverlässigkeit Ihrer Spediteure, bevor Sie eine Entscheidung treffen. Lieferketten können durch Hafenengpässe und -schließungen, Personalmangel, Container- und Platzmangel oder Kapazitätsprobleme unterbrochen werden. Stellen Sie sicher, dass Ihr Seefrachtunternehmen über die nötige Ausrüstung und den Platz verfügt, um die von ihm gemachten Buchungsversprechen einzuhalten. Und wählen Sie immer zuverlässige Luftfrachtunternehmen, die Ihre Sendung auf einen gebuchten Flug verladen können, anstatt sie als eine Reihe von Teilsendungen zu befördern.
Sicherheit
Es ist wichtig, die Integrität und Sicherheit Ihrer Waren zu gewährleisten. Berücksichtigen Sie die Eigenschaften Ihrer Waren – und die Erwartungen Ihrer Kunden – und wählen Sie entsprechend. Waren, die per See- oder Schienenverkehr befördert werden, sind anfälliger für Schäden und Verluste. Der Luft- und Landtransport ist für den Versand von empfindlichen oder verderblichen Waren am sichersten. Wie bereits erwähnt, sollten Sie sich stets über die bisherige Zuverlässigkeit des von Ihnen gewählten Anbieters informieren.
Die Wahl des richtigen Transportmodus kann Logistikkosten senken, Verzögerungen minimieren, die Kundenerfahrung verbessern und Ihre Lieferkette im Allgemeinen optimieren.
Wie wird Fracht befördert?
Fracht kann auf dem Luft-, See-, Boden- oder Schienenweg oder mittels einer Kombination mehrerer Modi befördert werden.
- Modus
- Luftfracht
- Seefracht
- Straßentransport
- Schienenfracht
- Multimodal
- Definition
- Im Allgemeinen eine der schnellsten und teuersten Arten des Frachttransports. Luftfracht wird in der Regel für zeitkritische Waren verwendet, die einen hohen Wert haben und wenig wiegen. (Kann für Massenwaren mit geringem Wert und für sperrige oder schwere Waren zu teuer sein.)
- Seefracht wird in großen Containern per Schiff transportiert. Dies ist die langsamste, aber kostengünstigste Frachtoption. Neben der traditionellen Ozeanpassage umfasst die Beförderung auf dem Seeweg auch Binnen- und Küstenwasser-straßen wie Flüsse, Kanäle und Seen.
- Bodenfracht, auch als LKW-, Autobahn-oder Straßentransport bezeichnet, ist eine kostengünstigere Transportoption für den Versand großer, nicht dringender Fracht per LKW. Die Lieferung kann je nach Abhol- und Zustellort 3–10 Tage dauern.
- Der Prozess der Beförderung von Fracht mittels Zügen und Eisenbahn. Dies ist ideal für Rohstoffe oder das Bewegen von Seecontainern über große Entfernungen.
- Kombiniert mehrere Transportmodi, um eine einzigartige Lösung anzubieten, die billiger als Luftfracht, aber schneller als Seefracht sein kann.
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Vorteile
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- Kürzere Laufzeiten
- Besserer Frachtzustand bei Ankunft
- Bessere Bestandskontrolle
- Erhöhte Sicherheit
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- Preisgünstigerer Modus
- Enorme Ladekapazität
- Für nahezu jede Gewichts- oder Volumen-konfiguration geeignet
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- Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis; schneller als der Schienen-transport, billiger als Luftfracht
- Flexibel und zugänglich
Kann für Waren angepasst werden, die besondere Bedingungen erfordern (z. B. Temperatur-kontrolle)
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- Gut für große Sendungen geeignet, die weite Strecken auf dem Landweg zurücklegen
- Ideal für Massenware in Wagenladungsmengen
- Kann für Entfernungen von über 1.000 Kilometer günstiger als Boden- oder Luftfracht sein
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- Günstiger als Lufttransport
- Schneller als Seetransport
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Arten
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- Konsolidiert
- Firma
- Charter
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- FCL – Volle Containerladung
- LCL – Stückgut im Sammel-
container
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- FTL-Versand – Volle Wagenladung
- LTL-Versand – Weniger als Wagenladung
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N/V
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- Boden intermodal
- Express intermodal
- See intermodal
Was ist ein Spediteur?
Ein Spediteur ist ein Unternehmen, das sich darauf spezialisiert hat, Versendern (oft als Empfänger bezeichnet) bei der Ein- und Ausfuhr ihrer Waren zu helfen. Der Spediteur selbst transportiert Ihre Fracht nicht, sondern fungiert als Vermittler zwischen Ihnen und den verschiedenen Transportunternehmen, die Sie nutzen können (d. h. Luft, See, Straße, Schiene und/oder intermodal).
Spediteure haben Beziehungen zu Frachtunternehmen aufgebaut, sodass sie die beste Kombination aus Geschwindigkeit, Kosten und Zuverlässigkeit für den Transport Ihrer Waren empfehlen können. Sie kümmern sich auch um die erhebliche und manchmal komplexe Logistik des grenzüberschreitenden Warentransports. Ein guter Spediteur hat umfassende Kenntnisse über die Anforderungen an die Zolldokumentation, die Ländercodes und -vorschriften, die Transportkosten und die internationalen Bankpraktiken.
Sie können Ihnen beispielsweise folgende Frachtdienstleistungen anbieten:
- Vorbereitung von Versand- und Ausfuhrdokumenten
- Buchen des Frachtraums
- Aushandeln von Frachtkosten
- Lagerung und Aufbewahrung
- Transportüberwachung
- Frachtkonsolidierung/-dekonsolidierung
- Unterstützung bei der Frachtversicherung
Woher weiß ich, ob ich einen Spediteur benötige?
Die für den internationalen Handel erforderlichen komplexen Verfahren, Formalitäten und Vorschriften können für jemand, der damit nicht vertraut ist, einschüchternd sein. Hier kann ein Spediteur einen unschätzbaren Nutzen darstellen.
Unabhängig von der Größe Ihres Unternehmens oder der Art der Waren, die Sie versenden, wird ein guter Spediteur ein End-to-End-Anbieter sein, der Ihre Fracht vom Ursprung zum Bestimmungsort führt. Es ist seine Aufgabe, die Reedereien, Dokumentationsverfahren und Zollgesetze verschiedener Länder zu kennen.
Obwohl ein Spediteur für den Import oder Export von Waren nicht erforderlich ist, kann er für Unternehmen, die Waren international befördern wollen, enorm wertvoll sein. Er kann besonders hilfreich sein, wenn Ihre internen Ressourcen über internationale Versandverfahren weniger informiert sind.
Spediteure berechnen in der Regel mäßige Preise für ihre Dienstleistungen, haben aber auch Zugang zu Versandrabatten. Fazit: Die Wahl des richtigen Spediteurs kann Ihnen ungeahnte Zeit sparen, erhebliche Probleme vermeiden und Ihnen und Ihren Waren ein zuverlässiges Transporterlebnis bieten.
Suchen Sie einen Spediteur, der Ihr einzigartiges Geschäft verstehen kann?
UPS Supply Chain Solutions ist einer der weltweit größten Anbieter von Transport-, Logistik- und Speditionsdienstleistungen. Aber das bedeutet nicht, dass wir nur für Unternehmen arbeiten, die ebenfalls groß sind. Im Gegenteil, die überwiegende Mehrheit unserer Kunden ist bei weitem nicht von intergalaktischer Größe. Und jeder von ihnen – unabhängig von der Größe – kann unsere globale Expertise, die Stabilität unserer Marke und führende Compliance- und Technologiekompetenzen nutzen. Ob auf dem Luft-, See-, Straßen- oder Schienenweg, wir bringen es für Sie an den Bestimmungsort.
Wie versende ich Fracht?
1. Wählen Sie einen Transportmodus
Entscheiden Sie, welcher Transportmodus für Ihren Zeitplan, Ihr Budget und Ihre spezifischen Bedürfnisse am besten geeignet ist. Mit dem UPS® Forwarding Hub können Sie Angebote für Luft- und Seefracht einholen und vergleichen.
2. Formulare ausfüllen
Die Fracht kann ohne ordnungsgemäße Dokumentation nicht abgeholt werden. Stellen Sie daher die erforderlichen Versanddokumente zusammen und füllen Sie sie aus. Erfahren Sie mehr über die Versanddokumentation
3. Fracht verpacken
Ermitteln Sie die besten Verpackungsoptionen und -materialien, um Ihre Sendung zu schützen und Schäden zu minimieren. Sie können aus einer Vielzahl von Verpackungsmaterialien wählen, wie z. B. Papier, Schaumstoff oder Luftpolsterfolie, lose Verpackungen, Kantenschutzplatten, Korrosionsschutz und Schrumpffolien. Entscheiden Sie, ob Sie Kunststoff- oder Holzpaletten verwenden wollen, wenn Ihre Sendung palettiert wird. Entscheiden Sie je nach Zielort, ob die Holzpaletten wärmebehandelt werden müssen.
4. Eine Abholung terminieren
Wenn Sie Ihre eigene Abholung planen, ist es eine gute Idee, die Abholung mehrere Tage vor dem gewünschten Abholdatum zu buchen. Ermitteln Sie, ob Sie oder Ihr Empfänger eine hydraulische Ladebordwand benötigen, falls keine Laderampe vorhanden ist. Kontaktieren Sie das lokale Service-Center des Spediteurs. Wenn Sie UPS verwenden, können Sie Ihre Abholung über den UPS Forwarding Hub planen, wo Sie auch Ihren Kostenvoranschlag und die Sendungsverfolgungsnummer erhalten.
5. Ihre Sendung wird transportiert
Wenn Sie eine Sendungsverfolgungsnummer haben, können Sie Ihre Sendung nachverfolgen oder, falls verfügbar, eine Benachrichtigung bei wichtigen Meilensteinen oder im Falle von Problemen erhalten. Ihre Sendung wird zum lokalen Servicezentrum transportiert. Wenn sie per Flugzeug transportiert wird, wird sie zu einem lokalen Drehkreuz oder direkt zum Flughafen gebracht. Bei Seefracht wird sie zum nächsten Hafen transportiert und auf ein Schiff verladen.
6. Zollabfertigung
Wenn Ihre Sendung am Zielflughafen oder Zielhafen ankommt, erfolgt die Zollabfertigung, die bis zu drei Tage dauern kann. Wenn die Zollabfertigung der Sendung vor 9 Uhr erfolgt, kann sie am selben Tag auf einen Lkw verladen werden, der sie zum endgültigen Bestimmungsort fährt. Ihre Sendung muss den Zoll nur im Land ihres endgültigen Bestimmungsortes passieren.
Welche Faktoren beeinflussen die Preise für Frachtversand?
Bei sonst gleichen Bedingungen werden die Frachtversandpreise durch mehrere Faktoren beeinflusst:
Art der Fracht
Die Art der Waren, das Gewicht und die Dichte wirken sich alle auf die Frachtversandklasse aus, die wiederum die Frachtversandkosten mitbestimmt. Was versteht man also unter Frachtklassifizierung? Es ist die standardisierte Preisklassifizierung der Versandbranche, die einheitliche Parameter für den Handel zwischen mehreren Agenten, Lagern und Frachtunternehmen festlegt. Die Klasse wird auf der Grundlage einer Reihe von Faktoren bestimmt, darunter: Komplexität der Handhabung, Wert, Gewicht, Länge, Höhe, Dichte und Haftung. Einfach ausgedrückt: Je größer die Ladung, desto mehr Platz wird für den Transport benötigt. Unabhängig von der Transportart bestimmt der Umfang der Waren – und der für deren Transport notwendige Arbeitseinsatz – wie viel Sie bezahlen.
Dringlichkeit
Wie schnell Ihre Waren zugestellt werden müssen wirkt sich sowohl auf den Versandmodus als auch auf die Kosten aus. Bei mehr Vorausplanung und Flexibilität bei der Logistik können Sie die Effizienz verbessern, Routen und Modi optimieren und Geld sparen. Aber in den dringendsten Fällen müssen Sie möglicherweise Optionen für die Lieferung am nächsten Tag oder sogar am selben Tag nutzen.
Transportmodus
Im Allgemeinen wird Luftfracht die teuerste Versandoption sein, während Seefracht die kostengünstigste Versandoption darstellen wird. Erkundigen Sie sich auch nach einzigartigen Optionen für den intermodalen Frachtversand – diese können optimal sein, wenn Luftfracht zu teuer, aber Seefracht zu langsam ist.
Entfernung
Im Allgemeinen gilt: Je größer die Entfernung zwischen dem ursprünglichen Abholpunkt und dem endgültigen Bestimmungsort, desto höher sind die Versandkosten. Aber zusätzliche Faktoren wie geografische Lage, Komplexität der Abholung/Lieferung und schwankende Kraftstoffkosten können ebenfalls Faktoren sein. Ein erfahrener 3PL kann Ihnen helfen, Lieferkettenstrategien zu entwickeln, um die Frachtkosten zu senken und Ihr Transportbudget optimal zu nutzen.
Unerwartete Störungen
Unvorhergesehene Störungen, wie Hafenschließungen, Arbeits- und Ausrüstungsengpässe, Personalprobleme und Treibstoffknappheit, sowie natürlich Streiks und Wetter, können alle Kapazitätsprobleme und Planungsschwierigkeiten schaffen, die die Frachtpreise ohne vorherige Ankündigung erhöhen können.
Saisonalität
Saisonale Trends können erhebliche Auswirkungen auf die Frachtkosten haben. Eine höhere Nachfrage verursacht höhere Kosten. In Zeiten, in denen der Transport zu einer höheren Priorität wird, steigen die Preise. Um saisonale Überraschungen zu vermeiden, die Ihr Frachtbudget sprengen können, ist eine frühzeitige und richtige Prognose der Geschäftsentwicklung nötig.
Welche Frachtdokumente benötige ich?
Es gibt mehrere wichtige Dokumente, die im internationalen Versandprozess verwendet werden. Sie definieren die Versandabwicklung und bieten Informationen für den Zoll und die behördliche Compliance. Sie können diese Dokumente im UPS Forwarding Hub ausfüllen.
Frachtbrief (B/L) – Der Spediteur/NVOCC wird dieses Dokument dem Versender zur Verfügung stellen.
Legt die Bedingungen des Vertrags zwischen dem Versender und dem Transportunternehmen fest. Dient als Eigentumsbescheinigung, Beförderungsvertrag und Wareneingangsschein.
- Haus-Luftfrachtbrief (HAWB) – Ein Frachtbrief des Spediteurs, der eine einzelne Sendung identifiziert.
- Master-Luftfrachtbrief (MAWB) – Ein Luftfrachtbrief der Fluggesellschaft, der für die Konsolidierung mehrerer Haus-Luftfrachtbriefe verwendet werden kann.
- Seefrachtbrief – Ein Frachtbrief des NVOCC, der als Beförderungsvertrag und Wareneingangsbestätigung fungiert. Im Gegensatz zu einem Frachtbrief dient ein Seefrachtbrief nicht als Dispositionspapier.
Handelsrechnung – Der Versender ist dafür verantwortlich, dieses Dokument dem Spediteur bereitzustellen.
Enthält Informationen über die gewerbliche Transaktion zwischen dem Versender und dem Empfänger und hat normalerweise folgende Eigenschaften:
- Auf Firmenbriefpapier gedruckt
- Vollständige Angaben zum Versender, Empfänger, Zwischenempfänger usw.
- Belegnummern (Rechnung, Bestellung usw.)
- Datum
- Beschreibung, Menge und Wert der Waren
- Originalunterschrift in blauer Tinte
- Wird zur Ermittlung von Steuern und Zöllen verwendet
- Wird vom Exporteur bei der Bearbeitung der ursprünglichen Verkaufsbedingungen oder bei der Angebotserstellung verwendet
Anweisungen des Versenders (SLI) – Der Versender ist für die Bereitstellung dieses Dokuments an den Spediteur verantwortlich.
Ein Brief des Versenders, der das Transportunternehmen anweist, wie die Sendung zu handhaben ist. Beinhaltet normalerweise:
- Detaillierte Nennung von Versender und Empfänger
- Luftfrachtbrief oder Sendungsverfolgungsnummer
- Angeforderte Dienstleistung
- Wichtige Belegnummern
- Zahlungsbedingungen
- Handelswert der Sendung
- Beantragter Versicherungsschutz
- Beschränkte Handlungsvollmacht für die Ausfuhr
Elektronische Exportinformationen (EEI) – Der Spediteur kann dieses Dokument bereitstellen, wenn der Versender darum bittet. Dem Spediteur muss die Handlungsvollmacht des Versenders vorliegen, damit er in dessen Namen handeln kann.
Diese früher als Ausfuhrerklärung des Versenders (SED) bezeichnete Anmeldung wird vom US Census Bureau in der Regel für US-Ausfuhren verlangt, die eine einzelne Ware mit einem Wert von mehr als 2.500 US-Dollar enthalten. Die Elektronische Exportinformation (EEI) ist auch für den Versand von Waren nötig, die auf der US Commerce Control List für Länder mit militärischer Endnutzung stehen. EEI-Informationen werden dem US-Census Bureau zur Verfügung gestellt und für die Export-Compliance und die staatliche Berichterstattung verwendet. Sie beinhalten die folgenden Informationen:
- Handelsinformationen
- Identifizierung der Ware anhand der Schedule B-Nummer
- Employer Identification Number (EIN)
- Unterschrift des Exporteurs oder Vertreters mit Handlungsvollmacht
- Informationen über gegebenenfalls relevante Exportlizenzen
Ursprungszertifikat – Der Versender ist für die Bereitstellung dieses Dokuments an den Spediteur verantwortlich. Der Spediteur kann dieses Dokument auch für den Versender erstellen, vorausgesetzt der Versender stellt dem Spediteur die entsprechenden Informationen zur Verfügung.
Definiert die Herkunft der zu versendenden Waren. Sie ist nicht für alle Sendungen erforderlich, sondern nur für Sendungen in bestimmte Länder, in denen sie für die Zollabfertigung erforderlich ist, oder wenn sie in den Bedingungen der Transaktion ausdrücklich verlangt wird. Es:
- Bescheinigt den Fertigungsort der Waren
- Erfordert vollständige Angaben zu Versender, Empfänger, Beschreibung, Stückzahl, Gewicht, Kennzeichnungen und Transportmodus
- Wird von der Handelskammer abgestempelt und von einem Notar unterschrieben
- Kann günstige Zollsätze ermöglichen
*Israel hat ein eigenes Ursprungszeugnis
Gefahrgut (HAZMAT) – Der Versender ist für die Bereitstellung dieses Dokuments an den Spediteur verantwortlich.
Für Gegenstände oder Stoffe, die ein Risiko für Gesundheit, Sicherheit, Eigentum oder die Umwelt darstellen können und die in der Gefahrgutliste der Dangerous Goods Regulations aufgeführt sind, sind zusätzliche Unterlagen nötig. Der Versand von Gefahrgütern auf dem Luftweg ist stark reguliert. Spezifische Prozesse und Verfahren müssen für die Dokumentation, Kennzeichnung und Etikettierung der Verpackung sowie für den Versand befolgt werden
Was ist die Zollabfertigung?
Wenn internationale Sendungen in das Einfuhrland eingeführt werden, müssen sie von den Zollbehörden dieses Landes freigegeben werden, bevor sie an ihren endgültigen Bestimmungsort geliefert werden können. Die Zollabfertigung ist der Vorgang der Abfertigung der Waren durch den Zollprozess.
Darüber hinaus erhebt jedes Land Einfuhrzölle und Steuern auf Waren, die seine Grenzen passieren. Dies generiert Erträge und schützt gleichzeitig die eigene Wirtschaft, die Umwelt und die Bürger.
Wenn man damit nicht vertraut ist, kann dieses Verfahren komplex und manchmal verwirrend wirken. Aber bei richtigem Vorgehen muss es nicht kompliziert sein. Wenn eine Sendung beim Zoll eintrifft, geschieht folgendes:
Zollbeamte prüfen die erforderlichen Unterlagen
Um Zollsperren oder -verzögerungen zu vermeiden, ist es wichtig, dass alle erforderlichen Formulare korrekt und vollständig sind, insbesondere das Versandetikett und die Handelsrechnung.
Einfuhrzölle und Steuern werden berechnet
Die Importgebühren variieren je nach Art der Waren, ihrem Wert und den speziellen Vorschriften im Empfängerland. Einfuhrzölle werden auf Waren erhoben, die den Grenzwert für die Steuerpflicht importierter Waren überschreiten. Für Waren mit einem Wert unter dieser Grenze fallen keine Einfuhrzölle an.
Zoll fordert Zahlung für geltende Zölle und Steuern
Wenn Ihre Sendung den steuerlichen Grenzwert überschreitet, prüft der Zollbeamte, ob Zölle und Steuern bezahlt wurden. Darüber hinaus können für bestimmte eingeschränkte Waren unabhängig von ihrem Wert Gebühren erhoben werden. Der Versender/Empfänger sollte im Voraus festlegen, wie diese Gebühren bezahlt werden.
- Delivery Duty Paid (DDP) – Dies bedeutet, dass Importzölle und Steuern bereits bezahlt wurden. Wenn Sie sich für DDP entscheiden, beinhaltet der von Ihnen für den Versand bezahlte Preis bereits alle Importgebühren. Dies ist auch auf dem beigefügten Versandaufkleber angegeben. Dies ist die beste, empfohlene Methode, um eine reibungslose Zollabfertigung zu gewährleisten.
- Delivery Duty Unpaid (DDU) – Das bedeutet, dass Einfuhrzölle und Steuern im Versandpreis nicht enthalten sind. In diesem Fall leitet der Zollbeamte die Sendung an einen unabhängigen Zollagenten weiter, um die erforderlichen Gebühren einzuziehen. Diese Gebühren können teurer werden, da zusätzliche variable Gebühren für Vermittlung, Lagerung und möglicherweise verspätete Zahlung entstehen können. Darüber hinaus wird der Agent für die Erhebung der Zahlung den Empfänger kontaktieren, was Kunden überraschen oder verärgern kann.
Ihre Sendung ist vom Zoll abgefertigt
Sobald alle Zölle bezahlt sind und die Zollabfertigung abgeschlossen ist, kann Ihre Sendung vom Zoll zum endgültigen Bestimmungsort transportiert werden. Wenn die Formulare und Unterlagen sorgfältig und genau ausgefüllt wurden, werden Sendungen selten beim Zoll aufgehalten.
Sollte ich meine Frachtsendung versichern?
Es ist wichtig, den Unterschied zwischen der Haftpflichtversicherung des Spediteurs und der Frachtversicherung zu verstehen. Obwohl sie ähnlich klingen, gibt es signifikante Unterschiede zwischen den beiden. Wenn Sie den Unterschied verstehen, können Sie Ihr Risiko verringern und die Versandkosten senken.
Einfach ausgedrückt: Die hauptsächlichen Unterschiede bestehen darin, was abgedeckt/nicht abgedeckt ist und wem die Schuld angelastet wird, falls etwas schief geht.
Speditionshaftung
Die Spediteurhaftung ist in der Regel im Versandangebot des Spediteurs enthalten. Die Deckung kann davon abhängen, was Sie versenden, und der Ersatzwert des Spediteurs für die Warenart ist oft viel niedriger als der tatsächliche Wert Ihrer Fracht.
- Was ist abgedeckt/nicht abgedeckt? Die Haftung des Spediteurs erstreckt sich nicht auf verdeckte Schäden, Witterungseinflüsse, höhere Gewalt oder Schäden, die durch unsachgemäße Verpackung oder Verladung entstanden sind. Lesen Sie das Kleingedruckte auf der Haftungszusage des Spediteurs.
- Wer ist schuld? Bei der Spediteurhaftung muss der Versender nachweisen, dass der Schaden oder Verlust das Verschulden des Spediteurs ist, und er muss einen Nachweis über Wert und Schaden vorlegen.
Frachtgutversicherung
Die Frachtversicherung ist eine freiwillige Versicherung (d. h. Sie können sie optional erwerben) auf Basis des tatsächlichen Werts Ihrer Fracht. Im Allgemeinen fallen zusätzlich zur Spediteurhaftung Gebühren für die Frachtversicherung an. Der Vorteil ist, dass der Gesamtwert Ihrer Waren versichert ist.
- Was ist abgedeckt/nicht abgedeckt? Eine Frachtversicherung deckt fast jede Art von Schaden und fast alle Gründe ab. Je nach Versicherungspolice können manche Frachtarten eventuell nicht versichert werden. Ein Versagen der Servicegarantie ist eventuell ebenfalls nicht abgedeckt. Auch hier sollten Sie die Bedingungen in Ihrer Police beachten.
- Wer ist schuld? Bei der Frachtversicherung müssen Sie nur nachweisen, dass es zu einem Schaden oder zu Verlusten gekommen ist, während sich die Ware im Besitz des Frachtführers befand.
Zu hoffen, dass Ihrer Ladung nichts Schlimmes passiert, ist wahrscheinlich nicht die beste Strategie zur Risikominderung.
Unvorhergesehene Ereignisse können zu Schäden oder zum Verlust Ihrer Fracht führen – dies schadet sowohl Ihrem Profit, der Beziehung zu Ihren Kunden als auch dem Ruf Ihres Unternehmens. Sprechen Sie mit uns über die besten Strategien zur Risikominderung und über Frachtversicherungsangebote für Ihre Ware und Ihren Standort.