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1930-1980

Expansion

1930 - 1952

Im Jahr 1930 dehnte UPS seine Geschäftstätigkeit bis zur Ostküste aus, als das Unternehmen begann, die Zustellungen mehrerer großer Kaufhäuser in New York City und Newark, New Jersey, zusammenzufassen. Neue Trends in den 40er und 50er Jahren veranlassten UPS jedoch, seine Geschäftsorientierung neu zu definieren. Während des zweiten Weltkriegs führten Treibstoff- und Gummiverknappungen dazu, dass Einzelhandelsunternehmen ihre Lieferdienste einschränken und Kunden auffordern mussten, ihre Pakete selbst nach Hause zu transportieren. Dessen ungeachtet nahm UPS weiter an Größe zu.

Dieser Trend setzte sich nach Kriegsende fort, als weite Teile der Bevölkerung begannen, in die Vorstädte umzuziehen, Autos zu kaufen, und ihre Einkäufe in neuen großen Einkaufszentren mit großzügigen Parkplatzanlagen zu tätigen. Wenngleich UPS seine Services für Einzelhandelsunternehmen auch während der 30er und 40er Jahre weiter ausbaute, wurde in den frühen 50er Jahren doch klar, dass das Vertragsservicegeschäft mit Einzelhandelsunternehmen begrenzt war. Daher suchte die Unternehmensleitung von UPS nach neuen Geschäftsbereichen, während das Kerngeschäft auf die Zustellung von Einzelhandelsgütern konzentriert blieb.

Es wurde entschieden, die UPS Services durch den Erwerb von Rechten als gewerbsmäßiger Spediteur (“Common Carrier”) auszuweiten, um Paketsendungen überall zustellen und alle Kunden, d. h. Privat- und Geschäftskunden, bedienen zu können. Durch diese Entscheidung trat UPS in direkten Wettbewerb mit dem US Postal Service und setzte sich zudem in direkten Gegensatz zu den Bestimmungen der Interstate Commerce Commission (ICC). Im Jahr 1952 beschloss UPS, die Tätigkeit als Spediteur in Städten aufzunehmen, in denen dies ohne die Genehmigung durch staatliche Handelskommissionen und der ICC möglich war. Chicago wurde 1953 die erste Stadt außerhalb Kaliforniens, in der UPS einen Speditionsservice anbot.

Zur selben Zeit entschloss sich UPS, rechtliche Mittel einzusetzen, um eine Ausdehnung der Zulassung seiner Geschäftstätigkeiten in Kalifornien zu erwirken. Dies löste eine Serie von bis dahin unbekannten juristischen Auseinandersetzungen aus (die vor Aufsichtsbehörden und Gerichten geführt wurden), durch die UPS die nötige Zertifizierung zur Geschäftstätigkeit über Gebiete hinweg erlangen wollte, die genügend Ausdehnung aufwiesen, um die wachsende öffentliche Nachfrage für seine einzigartigen Dienstleistungen zu erfüllen. Über die folgenden 30 Jahre verfolgte UPS mehr als 100 Anträge auf Genehmigungen weiterer Geschäftstätigkeiten.

Luftfrachtservice

1953 - 1974

Während sich eine Sparte von UPS für den besseren Zugang zu Beförderungsmöglichkeiten auf dem Landweg einsetzte, arbeitete eine andere Sparte an der Wiederaufnahme der Beförderung auf dem Luftweg. Bereits im Jahr 1929 war UPS der erste Zustelldienst, der Luftfrachtservices über privat operierende Fluglinien zur Verfügung stellen konnte. Allerdings fiel der Service schon im gleichen Jahr der Depression zum Opfer und musste aufgrund mangelnder Nachfrage wieder eingestellt werden.

Im Jahre 1953 nahm UPS mit einem Zwei-Tages-Service in den großen Städten an der Ost- und Westküste die Beförderung von Paketen per Luftfracht wieder auf. Wie zuvor wurden die Pakete im Frachtraum von Flugzeugen im Linienverkehr befördert. Dieser Service trug den Namen "UPS Blue Label Air" und verzeichnete ein stetes Wachstum, so dass er im Jahre 1978 die gesamten Vereinigten Staaten, einschließlich Alaska und Hawaii, abdeckte.

Das goldene Band

1975 - 1980

UPS erweiterte aber nicht nur sein Serviceangebot, sondern stieß auch in neue Handelsgebiete vor. Heute stehen den Kunden von UPS schnelle und komfortable Zustelldienste in den gesamten USA sowie rund um den Erdball zur Verfügung. In den fünfziger Jahren jedoch gab es noch zahlreiche Einschränkungen, so dass UPS nicht überall tätig werden konnte. So konnte es beispielsweise vorkommen, dass Versender ein Paket durch die Hände mehrerer Spediteure schicken mussten, das Paket am Bestimmungsort eintraf. Eine bundesbehördliche Genehmigung war für jeden Transport einer Sendung über die Grenzen der amerikanischen Bundesstaaten hinweg erforderlich, ferner eine einzelstaatliche Genehmigung für die Beförderung von Paketen innerhalb der Grenzen der einzelnen Staaten der USA.

Während der nächsten drei Jahrzehnte (50er bis 70er Jahre) kämpfte UPS systematisch darum, eine Genehmigung zur freien Beförderung von Paketen in allen der 48 aneinandergrenzenden Staaten zu erhalten. Im Jahr 1975 war es dann so weit: Die Interstate Commerce Commission (ICC) erteilte UPS die Genehmigung für den bundesstaatsübergreifenden Service von und nach Montana und Utah und zum bundesstaatsweiten Ausbau der Teilservices in Arizona, Idaho und Nevada. Darüber hinaus erhielt UPS die Genehmigung, den Service in diesen fünf Staaten mit dem Service an der Pazifikküste und allen Staaten im Osten zu verknüpfen. Damit war UPS der erste Paketzustelldienst, der jede Adresse in den 48 aneinandergrenzenden Staaten bedienen konnte. Diese historische Zusammenführung der Servicegebiete wurde innerhalb von UPS als "Goldenes Band" bekannt.

Zugehörige Informationen

UPS Zeitdokumente

Eckdaten

UPS Time Capsule 1930-1980


1930
UPS dehnt sich bis zur Ostküste aus. Zustelltätigkeiten für Einzelhandelsunternehmen beginnen in New York und Newark (New Jersey).

1952
Marktbedingungen veranlassen UPS, seinen allgemeinen Speditionsservice in Kalifornien auszuweiten.

1953
UPS nimmt die Luftfrachtbeförderung auf. Blue Label Air bietet einen Zwei-Tage-Service nach Chicago, Detroit und verschiedene größere Städte an der Ost- und Westküste an.

1957
Erste staatenübergreifende Expansion des allgemeinen Kurierdienstes. UPS bedient Gebiete in fünf Staaten innerhalb eines 250-km-Radius um Chicago.

1960
Der allgemeine Speditionsservice beginnt in Teilen Neu-Englands, in New York und New Jersey.

1975
UPS schmiedet das "Goldene Band", wird zum ersten Paketzustellunternehmen, das jede Adresse in den 48 zusammenhängenden US-Staaten bedient.

1977
Der Blue Label Air-Service wird auf Alaska ausgedehnt. UPS stellt einen Luftfrachtservice in alle 50 US-Staaten bereit.